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Kurzchronik zum Militär der sächsischen Herzogtümer in Thüringen in den Jahren des Rheinbundes und der Befreiungskriege gegen die napoleonische Fremdherrschaft 

 

1806

Beginn des französisch-preußischen Krieges

Sept./Okt.1806

An der Seite Preußens leistet auch das Sachsen-Weimarsche Scharfschützenbataillon im Thüringer Wald den Truppen Napoleons heftigen Widerstand.

14. Okt.1806

Schlacht bei Auerstedt
Das Sachsen-Weimarische Bataillon erleidet beim Einsatz als Nachhut beim Rückzug hohe Verluste an Gefallenen und Verwundeten. Von 750 Mann erreichen nur wenig mehr als 450 Ende Oktober Magdeburg und werden dort dem Corps von General Blücher unterstellt.

2. Nov. 1806

Blücher befiehlt die Entlassung der Soldaten von Sachsen-Weimar bei Goldberg in Mecklenburg. Nur ein Drittel erreicht die Garnison Weimar.

15. Dez. 1806

 

 

 

 

Vertrag von 2.Feb.1807

Konvention vom
13. Feb. 1807

Beitritt Sachsen-Weimars und aller weiteren Staaten Thüringens zum Rheinbund durch Vertrag von Posen.
Hohe Kontributionen sind an Frankreich zu zahlen
Verpflichtung, Frankreich Truppenkontingente zur Verfügung zu stellen.

 


=> Alle gemeinsam: 1. Inf. Regiment von 2800 Mann
Sachsen-Weimar-Eisenach (800)       2 Musketier Bataillone -je 700 Mann
Sachsen-Gotha-Altenburg (1100)      1 leichtes Bat. zu 1400 Mann
Sachsen-Meiningen (300)                 = Regiment der Herzöge von Sachsen
Sachsen-Coburg-Saalfeld  (400)        => Offizielle Bezeichnung
Sachsen-Hildburghausen (200)

7. März 1807

Abmarsch des Weimarer Kontingents in Richtung Osten zum Kampf gegen die Preußen und Russland.
Hunderte Soldaten desertieren.
April - Juni Teilnahme an dser Belagerung von Kolberg
Die Thüringer Staaten müssen Ersatzmannschaften stellen.

7. Juli 1807

Tilsiter Frieden.

Aug. - Nov. 1807

Besetzung der Inseln Wollin und Usedom
=> Küstenschutz
12. Nov. Abmarsch nach Beireuth, dann Rückkehr nach Weimar am
8. Dez. 1807

März 1809


23.07.
21.Sept. bis

Thüringer Truppen ca. 2400 Mann werden unter französischen Befehl in Richtung Bayern und Österreich in Marsch gesetzt.
Nunmehr sind auch Soldaten der Länder Schwarzburg und Reuß dabei.

Teilnahme an der Niederschlagung des Aufstandes der Tiroler. Fast 1.000 Offiziere und Soldaten fallen oder geraten in Gefangenschaft (Sachsenklemme).

4. Okt. 1809

Aufenthalt der Reste des Thüringer Kontingent in Wien.

Jan. 1810

Auch das Kontingent aus Thüringen wird in Richtung Spanien in Marsch gesetzt.
Erneut kommt es zu massenweisen Desertionen, „so das jede Nacht ganze Scharen solcher Ausreißer den Weg nach ihrer Heimat eingeschlagen hatten“.

18. Jan. 1810

Übergang über den Rhein.
Die Thüringer zählen noch 32 Offiziere und 1.149 Unteroffiziere und Soldaten.

ab März 1810

Teilnahme der Thüringer an den Kämpfen in Katalonien und ständige Konfrontation mit dem Volksaufstand der Bevölkerung gegen die napoleonische Fremdherrschaft.
Hohe Verluste unter der Thüringern, u. a. durch Hunger und Krankheiten.
Durch Rekrutierungen wird das Regiment auf eine Stärke von 1.600 Mann gebracht.

20. Sep. 1810

Das Thüringer Regiment zählt noch 18 Offiziere und 128 Mann dienstfähig. 33 Offiziere und 1233 Mann krank.
In Thüringen wird erneut rekrutiert.

21. Jan. 1811

Befehl zum Rückmarsch. 13.4.1811 Rückmarsch in die Heimat.
 Nur 34 Offiziere und 292 Unteroffiziere und Soldaten kehren nach Weimar, Gotha, Altenburg, Meiningen, Hildburghausen und Coburg zurück.
Über 2.200 Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten haben im Eroberungszug Napoleons nach Spanien ihr Leben gelassen oder waren verwundet worden.

Ende 1811/Anfang 1812

Napoleon fordert von den Rheinbundstaaten neue Truppen.

Feb. 1812

Das neu aufgestellte Thüringer Regiment umfasst 65 Offiziere, 2.508 Unteroffiziere und Soldaten.
Es beginnt unter französischem Oberbefehl den langen Marsch in ein neues Kriegsabenteuer Napoleons gegen Russland.

Durch Norddeutschland zieht das Regiment über Danzig und Königsberg nach Kowno.

23. Nov. 1812

trifft das Regiment in Wilna ein.

Anfang Dez. 1812






8. Dez. 1812

Beginn des Rückzuges der Französischen Truppen und der Deutschen Kontingente aus Russland und dem Baltikum.
Auch die Thüringer erleiden bei den Rückzugsgefechten hohe Verluste u. a. auch durch Krankheiten, Erfrierungen und Morde.
„Bei verbrannten und abgerissenen Kleidungstücken waren Weibermäntel, Messgewänder, Pferdedecken etc. ihre Bedeckung. Ihre Fußbekleidung bestehend größtenteils aus alten Tornistern.“
Das Regiment umfasst noch reichlich 1.000 Mann.

10. Dez. 1812 Das Regiment verliert bei Nachhutgefechten 25 Offiziere und 800 Mann.
Am 14.Dez. überschreiten noch ca. 20 Mann des Regimentes  den Njemen.

14. Jan. 1813

Beim Einmarschieren in Danzig zählt das Regiment nach Aufnahme des Depots und einzelner Gruppen nur noch 28 Offiziere und 350 Unteroffiziere und Soldaten.
Bis Mitte Januar 1813 hatte das Regiment der Herzöge von Sachsen mehr als 1.000 Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten verloren.
Ein hoher Blutzoll!

1813 Thüringer Truppen = 3 Detachements:
1. Aus Rußland zurückgekehrte Teile gehören zur Franz. Besatzung Danzigs bis zur Kapitulation im Dez. 1813
2. Ende März neues Bat. für Reg. Herzöge von Sachsen, am 13. April von preuß. Husaren überfallen und gefangen genommen, nach Altenburg gebracht und dort in preuß. Dienst übernommen. Erst bei Belagerung Glogens, dann zur Schles. Armee. Kämpfe bei Katzbach, Wortenburg, Leipzig und Freiburg. Nov. Entlassung der Reste in die Heimat.
3. Neues Reinbund-Reg. -> 6. Aug. 41 Offz. und 2376 Mann.
19. Aug 1813 nach Magdeburg - hohe Verluste durch Desertion. Die beiden Linienbat. nahmen am Vormarsch Gen. Girards nach Berlin und am Gefecht von Magdeburg teil, wo sie 4 Offz. und 60 Mann an Toten und 4 Offz. und 900 Mann an Gefangenen verloren. Die Reste des Reg. blieben bis
13. Nov. 1813 in Magdeburg, die Offiz. bis 16. Nov., bis sie entwaffnet und zum Teil ohne Begleitung und Ausrüstung von den Franzosen entlassen wurden.
24. Nov. 1813 Austritt aus Reinbund und Anschluß an Verbündete -> Neuaufstellung:
Sachsen-Weimar je ein Bat. zu 800 Mann Linien-Infantrie u. Landwehr,
ebenso von Sachsen-Gotha-Altenburg und gemeinsam von Sachsen-Coburg, Sachsen-Meiningen und Sachsen-Hildburghausen.
Truppenformation blieb bis Ende Feldzug 1815.
1814 Sachsen-Weimar und Sachsen-Gotha-Altenburg:
Teilnahme im Rahmen des 3. Bundeskorps an den Kämpfen auf dem belg.- niederl. Kriegsschauplatz.
Übrige thürg. Staaten: Im Rahmen des 5. Bundeskorps Teilnahme an Belagerung von Mainz.
1815 Weimarer und Gotha-Altenburg Bat. helfen norddeutschen. Bundeskorps bei der Belagerung.
Dez. 1815 Waren alle Kontingente wieder in ihren Heimatgarnisonen.

Landkarte vom Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach um 1816

 

 

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Stand: 16.10.09